Herzhaft, süß, immer anders: Woher kommt das belegte Brot?

1. Mai 2019
Stulle oder Bemme

Heute haben wir kein Rezept für Dich. Denn die Ideen stecken schon in Dir. Jeden Tag und immer wieder anders. Ob Wurst und Käse, Butter und Kräuter oder Brie mit selbstgemachter Zwiebelmarmelade. Du machst es Dir für Deine Fahrt zur Arbeit, deiner Tochter besonders liebevoll garniert in die Schule oder lässt es jeden beim “Abendbrot” selbst machen.

Das belegte Brot.

Belegtes Brot

Der Belegvielfalt keine Grenzen gesetzt.

Vielfältige Namen hat er, dieser beliebte Snack. Und er ist in vielen Ländern gern gesehen: Stulle, Bemme, Schnitte, Sandwich, Bagel. Die Kombination aus Kohlenhydraten, etwas frischem (Salat, Avocado, Kräuter), Schmiermittel (Butter, Kräutercreme, Senf) und dem Nebendarsteller zum Brot (Käse, Ei, Pastrami, Wurst) ist weltbekannt. Jeder liebt die Vielfältigkeit und die Indidualität. Hier sind uns keine Grenzen gesetzt. Wir können all das miteinander kombinieren, was einzeln schon wundervoll ist. Hauptsache, es passt auf oder zwischen zwei Brotscheiben.

Die Herkunft des Butterbrots?

Wir haben uns gefragt: wo hat das belegte Brot eigentlich seinen Ursprung? Wikipedia lässt da einen kleinen Einblick gewähren. Demnach stammt das Butterbrot aus dem deutschen Kulturraum, Goethe hat darüber schon in Werther geschrieben und Martin Luther hat 1525 schon von einer Butterbemme (Putterbomme) als “gute Kindernahrung” gesprochen. Darüber hinaus lesen wir in weiterer Recherche von Bauern, die noch früher als Goethe schon Brot, Butter und Milch als gehaltvolle Stärkung mit aufs Feld oder auf die Alm mitgenommen haben. Schließlich brauchten sie Kraft für die körperliche Arbeit.

Eine klare Zuordnung zu einem bestimmten Zeitpunkt oder Ort der Erfindung ist nicht herauszufinden. Und wer es war, der als Erstes die glorreiche Idee hatte Brot und Butter zu kombinieren, bleibt leider auch auf ewig ungehört. Wir verleihen demjenigen posthum und imaginär einen Orden. Wir wissen lediglich, dass sich die Brotzeit mit seinen belegten Broten in dem gesamten deutschsprachigen Raum wiederfinden lässt. Man denke nur an die Jause oder die Vesper. Und dass wir in Großbritannien oder Irland zur Teatime kleine Sandwiches ordern und in Dänemark köstliches Smørrebrød verzehren können.

Stulle oder Bemme

Wir brauchen Dich!

Bei unserer Recherche begegnen uns Worte wie Hasenbütterken, Donge oder Knifte. Nichts davon ist uns je begegnet. Wir lernen, das Butterbrot ist nicht nur in der Kunst des Belegens vielfältig sondern auch in der Namensfindung. Wir stellen uns die zweite Frage und zur Beantwortung brauchen wir Dich: Welche Begriffe schwirren da draußen noch so rum?

Wie sagst Du denn zu einem Butterbrot? Und ergänzend dazu: aus welcher Region kommst Du? Schreib uns das gerne mal in die Kommentare.

Ich kome aus Sachsen und habe in Berlin und München gelebt – daher sind mir die Worte Stulle, Bemme und Schnitte genauso geläufig wie einfach nur Brot. Und Benedikt fragt sich beim Begriff Butterbrot nur “Wo ist der Handkäs?”.

Egal wie das Ding nun heißen wird: wir lieben ein frisches Sauerteigbrot mit herrlicher Kruste, aufgeschnitten mit dem Messer und in keinem Fall mit einer Maschine. Es muss ausgefranste Ränder haben. Der duftende Teig wird dann ganz einfach mit Butter bestrichen, etwas gesalzt und gepfeffert und dann mit Kresse bestreut. Das Wasser läuft mir im Munde zusammen.

Und wenn es etwas üppiger sein darf wird aus dem Brot ein Bagel. Den belegen wir hier zum Beispiel mit Rucola, Mozzarella und Parmaschinken. Oder mit Ziegenfrischkäse, Avocado und einem Spiegelei. Und jetzt muss ich aufhören, denn ich brauch ne kleine Brotzeit.

Belegtes Brot

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